Wasserfasten Plan für 6 Tage – Wochenplan – FAQ- Anleitung inkl. PDF
Aktualisiert am: 12.01.2026
Einstieg: Klarer Plan statt Rätselraten
Du suchst einen Wasserfasten Plan für 6 Tage – Wochenplan – Anleitung inkl. PDF, der dich sicher und strukturiert durch eine Fastenwoche führt? Genau dafür ist diese Seite da.
Wasserfasten (auch „Nullfasten“ genannt) ist eine sehr strikte Fastenform: Es werden keine Kalorien aufgenommen. Das kann sich deutlich auf Kreislauf, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden auswirken – insbesondere in den ersten Tagen.
Damit du nicht „einfach mal loslegst“, findest du hier eine pragmatische Schritt-für-Schritt-Anleitung: Vorbereitung, Trinkregeln, Tag-für-Tag-Plan, typische Beschwerden, häufige Fehler sowie ein sanfter Wiedereinstieg (Fastenbrechen/Refeed).
Wichtig: Diese Anleitung ersetzt keine medizinische Beratung. Wenn du Vorerkrankungen hast oder Medikamente einnimmst, kläre das Fasten vorab ärztlich ab.
PDF zum Ausdrucken Am Ende der Seite findest du einen kompakten, druckfertigen PDF-Inhalt (2 Seiten) mit Kurzregeln, 6-Tage-Tabelle, Warnsignalen und Mini-Plan fürs Fastenbrechen.
Was ist Wasserfasten? (und was nicht)
Beim Wasserfasten verzichtest du über mehrere Tage vollständig auf feste Nahrung und nimmst keine Kalorien zu dir. Im strengen Sinn wird nur Wasser getrunken. In vielen Praxis-Anleitungen werden zusätzlich ungesüßte Kräutertees toleriert – das ist dann „wasserfasten-nah“, aber nicht die strengste Variante.
Wichtig zur Einordnung: Begriffe wie „Entgiften“ oder „Entschlacken“ werden im Wellness-Kontext oft genutzt. Medizinisch ist die Lage nüchterner: Der Körper hat eigene Entgiftungsorgane (v. a. Leber und Niere). Fasten ist kein garantierter „Detox-Mechanismus“ – und diese Seite macht keine Heilversprechen.
Abgrenzung zu anderen Fastenformen
Buchinger/Heilfasten: Keine feste Nahrung, aber kleine Mengen Energie über Brühe/Saft/Honig; meist mit Entlastungs- und Aufbautagen.
Intervallfasten: Essen innerhalb eines Zeitfensters (z. B. 16:8) – häufig alltagstauglicher und weniger belastend als mehrere Tage Nullfasten.
Energieversorgung: Zuerst nutzt der Körper gespeicherten Zucker (Glykogen). Danach steigt – vereinfacht gesagt – die Nutzung von Fettreserven, und es werden vermehrt Ketonkörper gebildet.
Geruch/Atmung: Einige Menschen bemerken einen fruchtig-säuerlichen Atem (Ketonkörper), was als unangenehm empfunden werden kann.
Hunger & Umstellung: Häufig wird berichtet, dass Tag 2–3 am anstrengendsten ist. Danach fühlt es sich für manche leichter an – andere bleiben kreislaufempfindlich.
Zelluläre Prozesse: In der Forschung wird u. a. Autophagie (zelluläres „Recycling“) im Zusammenhang mit Fasten diskutiert. Was das in der Praxis für einzelne Personen bedeutet, ist individuell und sollte nicht mit Heilversprechen verwechselt werden.
Sicherheit zuerst: Wer sollte NICHT wasserfasten?
Wasserfasten ist nicht für jede Person geeignet. Besonders bei folgenden Situationen gilt: nicht fasten oder nur nach ärztlicher Rücksprache und engmaschiger Begleitung.
anhaltendes Erbrechen, Zeichen von Dehydrierung (sehr dunkler Urin, kaum Urin, trockener Mund)
starke Bauchschmerzen, kolikartige Schmerzen
Symptome, die dich beunruhigen oder sich trotz Ruhe/Trinken verschlechtern
Praxis-Tipp: Viele Fachquellen empfehlen vor längeren Fastenzeiten einen ärztlichen Check-up – besonders, wenn du über 40 bist, lange nicht gefastet hast oder Risikofaktoren mitbringst.
Vorbereitung (1–2 Tage vor Start): So senkst du Nebenwirkungen
Plane die 6 Tage möglichst ohne „Hochleistungs-Programm“ (intensiver Sport, viele Termine, Nachtschichten).
Reduziere Koffein, Alkohol und Nikotin schrittweise – das macht Kopfschmerzen und Unruhe oft weniger wahrscheinlich.
Iss 1–2 Entlastungstage leicht: Gemüse, Kartoffeln, Reis, Haferbrei, Obst; wenig Fett, wenig hochverarbeitete Produkte.
Organisiere Trinken: stilles Wasser oder geeignetes Mineralwasser, Kräutertee (ungesüßt).
Lege einen Notfallplan fest: Was bricht das Fasten, wenn es dir schlecht geht? (z. B. Apfelmus, Kartoffelsuppe, Banane, Haferbrei – kleine Portionen).
Wasserfasten Plan für 6 Tage – Wochenplan
Der folgende Plan ist als Orientierung für gesunde Erwachsene gedacht. Passe Belastung und Bewegung an deinen Alltag an. Trinke über den Tag verteilt – nicht alles auf einmal.
Tag
Ziel/Fokus
Was trinken
Bewegung
Typische Symptome + Tipps
1
Start & Umstellung
Wasser (über den Tag verteilt), ggf. Kräutertee
20–40 Min. locker gehen
Hunger, Kopfschmerz möglich; viel Ruhe, warm halten, langsam aufstehen
2
Fastenstoffwechsel stabilisieren
Wasser + Tee, ggf. mineralstoffreiches Wasser
30–60 Min. Spaziergang, leichtes Dehnen
„Tag 2–3“ ist oft am anstrengendsten; Kreislauf im Blick behalten
3
Rhythmus finden
Wasser (2,5–3+ L/Tag als grobe Orientierung)
45–90 Min. moderat (ohne Leistung)
Energie kann schwanken; Mundgeruch/Ketongeruch möglich; Mundpflege
Fokus auf den Übergang (Fastenbrechen) statt auf „durchhalten um jeden Preis“.
Portionen für Tag 7–8 klein planen.
Trinken weiter priorisieren (auch unterwegs).
Ruhiger Abend, früh schlafen.
Suppe vorkochen (macht Tag 7 leichter).
Was ist erlaubt? Was darf ich trinken?
Wasser: Leitungswasser oder Mineralwasser. Viele kommen mit stillem Wasser besser zurecht.
Kräutertee (ungesüßt): wird in vielen Anleitungen toleriert; streng genommen ist Wasserfasten aber „Wasser only“. Entscheide dich bewusst für eine Variante und bleib konsequent.
Mineralstoffe/Elektrolyte: Manche berichten von stabilerem Kreislauf, wenn Salz/Mineralstoffe berücksichtigt werden. Das ist individuell und sollte – insbesondere bei Vorerkrankungen/Medikamenten – ärztlich abgeklärt werden.
Kaffee/Schwarztee: kann Kreislauf, Magen und Schlaf stören; wenn du nicht darauf verzichten kannst, reduziere vorab und lege klare Regeln fest.
Süßstoffe, Säfte, Brühen: brechen das Wasserfasten-Konzept (Kalorien/Insulinantwort möglich) – für diesen 6-Tage-Plan nicht vorgesehen.
Typische Beschwerden & Lösungen
Beschwerde
Was oft hilft (praxisnah)
Kopfschmerzen
Häufig in den ersten 2–3 Tagen (u. a. Koffein-Entzug, Flüssigkeit, Umstellung). Trinken, Ruhe, moderater Spaziergang, Koffein vorher ausschleichen.
Kreislauf/Schwindel
Langsam aufstehen, genug trinken, Wärme, Pausen. Bei Ohnmachtsgefühl: abbrechen und abklären.
Müdigkeit/Leistungsabfall
Termine reduzieren, Schlaf priorisieren, keine intensiven Workouts, kurze Powernaps.
Frieren
Bewegung in moderatem Maß, warm anziehen, warme Tees, Wärmflasche.
Mundgeruch/Ketongeruch
Zahnpflege, Zunge reinigen, viel trinken; meist nach dem Fastenbrechen besser.
Schlafprobleme
Abendroutine, weniger Bildschirm, tagsüber Bewegung, abends kein Koffein.
Mittags: Gemüsebrühe oder klare Gemüsesuppe, kleine Portion.
Abends: gedünstetes Gemüse + kleine Kartoffel oder etwas Reis (kleine Portion).
Über den Tag: weiter viel trinken, Spaziergang wie gewohnt.
Tag 8 – Aufbau (Beispielplan)
Morgens: Haferbrei/Porridge mit etwas Obst (kleine Portion).
Mittags: Gemüsepfanne mit Reis/Kartoffeln; optional etwas Joghurt/Quark, wenn du Milchprodukte verträgst.
Abends: Gemüsesuppe oder gedünstetes Gemüse; 1 TL Olivenöl ist meist ok.
No-Gos Tag 7–8: Alkohol, sehr fettige Speisen, große Mengen Fleisch/Wurst, stark gewürzte Fertigprodukte, große Süßmengen.
FAQ
Ist 6 Tage Wasserfasten sicher?
Für viele gesunde Erwachsene kann Fasten über mehrere Tage machbar sein, aber es ist belastender als Intervall- oder Buchinger-Fasten. Ein ärztlicher Check ist sinnvoll, insbesondere bei Risikofaktoren.
Was darf ich beim Wasserfasten trinken?
Im strengen Sinne nur Wasser. Viele Anleitungen erlauben zusätzlich ungesüßten Kräutertee. Wichtig ist, dass du konsequent bei einer Variante bleibst.
Wie viel sollte ich trinken?
Als grobe Orientierung werden in vielen Ratgebern 2,5 bis 3 Liter oder mehr pro Tag genannt. Der Bedarf hängt von Körpergröße, Aktivität und Temperatur ab.
Muss ich den Darm reinigen?
Einige Methoden empfehlen das, notwendig ist es nicht. Wenn du es machst, informiere dich zu Risiken (Dehydrierung/Kreislauf) und trinke entsprechend.
Was passiert im Körper?
Der Körper nutzt nach und nach gespeicherte Energie (zunächst Glykogen, später vermehrt Fett). Viele berichten von einer Umstellung nach einigen Tagen.
Warum habe ich Kopfschmerzen?
Häufig wegen Koffein-Entzug, Umstellung oder zu wenig Flüssigkeit. Hilft oft: Trinkrhythmus, Ruhe, langsame Bewegung, Koffein vorher reduzieren.
Wie breche ich das Fasten richtig?
Mit kleinen Portionen leicht verdaulicher Lebensmittel (z. B. Apfel, Suppe, gedünstetes Gemüse) und mindestens 2 Aufbautagen.
Kann ich arbeiten und gleichzeitig fasten?
Viele können leichte Arbeit leisten, aber plane Puffer ein. Bei körperlich schwerer Arbeit oder Sicherheitsrisiken ist Vorsicht geboten.
Ist Wasserfasten zum Abnehmen geeignet?
Kurzfristig sinkt das Gewicht häufig. Für langfristige Ergebnisse ist entscheidend, was danach kommt (Aufbautage und Ernährungsumstellung).
Wenn du maximal alltagstauglich fasten möchtest, können weniger strikte Methoden (z. B. Buchinger/Intervallfasten) eine Alternative sein. Wenn du Begleitung suchst, ist Fastenwandern oft der entspanntere Rahmen.
Wasserfasten Plan für 6 Tage – Wochenplan – Kurzversion
Kurzregeln
Nur für gesunde Erwachsene. Bei Vorerkrankungen/Medikamenten: vorher ärztlich abklären.
Trinken: über den Tag verteilt ausreichend Wasser (oft 2,5–3+ Liter als grobe Orientierung). Optional: ungesüßter Kräutertee, wenn du dich dafür entscheidest.
Bewegung: täglich moderat (Spaziergänge), keine intensiven Workouts.
No-Gos Tag 7–8: Alkohol, sehr fettig, große Portionen, stark verarbeitete Produkte.
Kontakt
Sie möchten mit uns Fastenwandern oder ein Zimmer in unserem Fastenwander-Hotel buchen? Dann freuen wir uns sehr, wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen!
Wenn Sie Fragen haben, eine Gruppenbuchung planen oder eine längeren Aufenthalt suchen, kontaktieren Sie uns gerne, wir werden uns zeitnah bei Ihnen melden.