
Ein 6-tägiges Wasserfasten ist eine sehr radikale Form des Fastens: Es wird keine feste Nahrung aufgenommen – in der strengen Variante ausschließlich Wasser. Das kann für manche gesunde Erwachsene eine bewusste Auszeit vom Essen sein, ist aber nicht für jede Person geeignet und sollte verantwortungsvoll geplant werden.
Unter Wasserfasten versteht man eine Fastenform, bei der keine Energie über Nahrung aufgenommen wird. In der strengen Definition wird nur Wasser getrunken – keine Säfte, keine Brühen, kein Kaffee, kein Tee.
Beim klassischen Heilfasten (z. B. nach Buchinger) wird häufig eine geringe Energiemenge über Brühen/Säfte zugeführt und das Vorgehen ist stärker strukturiert (Vorbereitung – Fastenphase – Aufbau).
Grundregel: In der strengen Wasserfasten-Variante ist nur Wasser vorgesehen. Orientierung statt starre Mengen: regelmäßig trinken und auf Körperzeichen achten.
| Tag | Fokus | Erlaubt | Typische Empfindungen (möglich) | Praktische Tipps | Warnsignale |
| 1 | Einstieg & Umstellung | Wasser | Hunger, Kopfweh, Unruhe | Alltag entschleunigen, warm halten, leichte Spaziergänge | Ohnmacht, Brustschmerz, Verwirrtheit |
| 2 | Kreislauf stabilisieren | Wasser | Müdigkeit, Schwindel, Leistungstief | Langsam aufstehen, Pausen, keine intensiven Workouts | Anhaltend starker Schwindel, Herzrasen |
| 3 | Umstellung/„Fastenstoffwechsel“ | Wasser | Oft weniger Hunger, veränderter Atem möglich | Ruhige Bewegung, Stress meiden | Starke Übelkeit/Erbrechen, starke Schwäche |
| 4 | Routine & Achtsamkeit | Wasser | Wechselnde Energie, Kältegefühl | Wärmflasche, Schlaf priorisieren, Reizüberflutung reduzieren | Kreislaufkollaps, Atemnot |
| 5 | Stabil halten | Wasser | Stimmungsschwankungen möglich | Tagesstruktur, leichte Dehnung/Yoga, viel Ruhe | Neurologische Auffälligkeiten, starke Schmerzen |
| 6 | Abschluss & Vorbereitung Fastenbrechen | Wasser | Vorfreude, ggf. Erschöpfung | Fastenbrechen vorbereiten; Einkaufs-/Kochstress vermeiden | Jede deutliche Verschlechterung: abbrechen & abklären |
Merksatz: Fasten ist kein „Detox“-Muss. Aussagen über „Entgiftung“ sind häufig vereinfacht; entscheidend sind eine sichere Durchführung, realistische Erwartungen und ein geplanter Wiedereinstieg.
Nach einem Wasserfasten ist der Wiedereinstieg besonders wichtig. Viele Probleme entstehen weniger im Fasten selbst als beim zu schnellen, zu schweren Essen danach.
Beim Fasten stellt der Körper den Energiestoffwechsel um. Viele Menschen erleben dabei Veränderungen von Hunger, Energie und Stimmung. Aussagen zu langfristigen Effekten sollten vorsichtig und individuell eingeordnet werden. Kurzfristige Gewichtsveränderungen sind häufig zum Teil Wasser- und Speicherverluste und nicht automatisch nachhaltiger Fettverlust.
In der strengen Definition: nein, nur Wasser. Viele Alltagsvarianten weichen davon ab; das ist dann kein reines Wasserfasten.
Viele erleben nach 2–3 Tagen eine deutliche Umstellung (Hunger, Energie, Stimmung). Wie stark das ausfällt, ist individuell.
Kurzfristige Verluste sind häufig zum Teil Wasser- und Speicherverluste. Nachhaltigkeit hängt vor allem vom Wiedereinstieg und den Gewohnheiten danach ab.
Der Begriff wird oft vereinfacht verwendet. Sinnvoller sind realistische Ziele und ein sicherer Ablauf.
Möglich sind u. a. Hunger, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Übelkeit und Schwäche. Bei starken Beschwerden: abbrechen und abklären.
U. a. Schwangere/Stillende, Kinder/Jugendliche, Menschen mit Essstörungen/Untergewicht sowie Personen mit bestimmten Erkrankungen oder ohne ärztliche Rücksprache bei Medikamenten.
Das ist kein zwingender Bestandteil jeder Fastenform. Wichtiger ist ein sicherer Ablauf und ein durchdachtes Fastenbrechen.
Als praxisnahe Orientierung: mindestens 2–3 Tage. Entscheidend ist, langsam zu steigern und leicht zu starten.
| Kurzregeln – Nur Wasser (strenge Variante) – Alltag entschleunigen: Ruhe, Schlaf, leichte Bewegung – Keine intensiven Workouts, kein Alkohol – Fastenbrechen vor Tag 6 planen |
| Tag | Fokus | Erlaubt | Tipps | Warnsignale |
| 1 | Einstieg | Wasser | warm halten, ruhig bleiben | Ohnmacht, Brustschmerz |
| 2 | Kreislauf | Wasser | langsam aufstehen, Pausen | starkes Herzrasen |
| 3 | Umstellung | Wasser | Stress senken, Spaziergang | Erbrechen, starke Schwäche |
| 4 | Routine | Wasser | Schlaf priorisieren | Atemnot, Verwirrtheit |
| 5 | Stabil | Wasser | Tagesstruktur, Ruhe | starke Schmerzen |
| 6 | Abschluss | Wasser | Fastenbrechen planen | deutliche Verschlechterung |
Wenn Sie Wasserfasten oder eine andere Fastenform nicht allein durchführen möchten, kann ein betreutes Setting (z. B. Fastenwandern mit Tagesstruktur, Ruhe und fachlichem Rahmen) helfen, sicherer und entspannter durch die Fastenzeit zu kommen.
