Wasserfasten wird auch Nulldiät genannt und beschreibt die radikalste Fastenart, denn beim Wasserfasten wird vollständig auf Nahrung verzichtet und ausschließlich Wasser getrunken. Das Wasserfasten steht im Gegensatz zum Heilfasten nach Buchinger, weil man beim Heilfasten Brühe sowie Obst- und Gemüsesäfte zu sich nimmt.
Fasten-Anfängern sollten höchstens 3 bis 5 Tage wasserfasten, um Mangelerscheinungen und Defizite bei der Nährstoffversorgung zu vermeiden. 7 oder 14 Tage Wasserfasten eignet sich ausschließlich für Erfahrene des Fastens. Wasserfasten ist nur dann sinnvoll, wenn man sich eingehend mit dem Thema und der optimalen Durchführung auseinandergesetzt hat. Nicht jeder sollte wasserfasten, da es zum Beispiel für Schwangere oder chronisch kranke Menschen gefährlich ist.
5 Tage Wasserfasten sind effektiv bei der Reduzierung von Risiken beim Altern und bei altersbedingten Krankheiten. Das zeigte die Studie “Fasting-mimicking diet and markers/risk factors for aging, diabetes, cancer, and cardiovascular disease” von M. Wei et al., die 2017 in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift “Science Translational Medicine” veröffentlicht wurde.
Wasserfasten ist eine extreme Fasten-Art, bei der man nur stilles Wasser trinkt und keine Nahrung aufnimmt. Man sollte nur unter ärztlicher Überwachung wasserfasten, da gesundheitliche Risiken wie Dehydration, Natriummangel, niedriger Blutdruck, erhöhter Harnsäurespiegel oder starker Gewichtsverlust bestehen.
Das Wasserfasten wird auch Nulldiät genannt, weil dem Körper 3 bis 5 Tage lang keine Kalorien zugeführt werden. Dafür trinkt man während der Fastenzeit täglich mindestens drei Liter leicht erwärmtes stilles Wasser. Wasserfasten gilt als die unkomplizierteste Art der Diät, da keine Kalorien zu zählen, Mahlzeiten zu reduzieren oder täglichen Fastenzeiten einzuhalten sind.
Wasserfasten begünstigt die Gewichtsabnahme, weil der Körper beim Wasserfasten seine Energie aus den eigenen Fettreserven statt aus den zugeführten Kohlenhydraten oder dem Zucker zieht. Nach 5 Tagen Wasserfasten verliert der Körper noch nicht an Muskelmasse. Dafür besteht jedoch die Gefahr von Stress und einem starken Hungergefühl.
Über die möglichen Nebenwirkungen und gesundheitlichen Risiken von Wasserfasten berichtet die Studie “Is Water-Only Fasting Safe?” von E. Ogłodek et al., die 2021 in der Zeitschrift “Global Advances in Integrative Medicine and Health” erschien. Deshalb ist eine ärztliche Überwachung so wichtig.
Ja, Wasserfasten ist gesund, da der Körper innerhalb kurzer Zeit von Giftstoffen befreit, der Darm entlastet, der Stoffwechsel angeregt und die Zellreinigung aktiviert wird. Zudem werden der Blutdruck und der Blutzuckerspiegel reguliert. Zu langes Wasserfasten ohne ärztliche Beaufsichtigung führt jedoch zu Risiken.
Wasserfasten ist nicht für jeden Menschen gesund oder geeignet und ist nur dann sinnvoll, wenn es durch professionelle Untersuchungen begleitet wird. Anfänger sollten nie länger als 5 Tage wasserfasten, da eine solche Crash-Diät über einen längeren Zeitraum gesundheitsgefährdend ist.
Wasserfasten geht in 3 Schritten: die Entlastungstage davor, die Wasserfastenzeit und die Aufbautage danach.
Im Folgenden stellen wir Ihnen eine Anleitung für das richtige Wasserfasten vor.
Im ersten Schritt beim Wasserfasten baut man 2 bis 3 Entlastungstage ein, an denen man ausschließlich leichte Kost isst. Leichte Kost sind zum Beispiel gedünstetes Gemüse, Suppen, Salate oder Getreideflocken. In den Entlastungstagen reduziert man die Energiezufuhr auf ungefähr 100 Kalorien pro Tag , um den Körper auf die Wasserfastenzeit vorzubereiten.
Während der Entlastungstage verzichtet man bereits auf Genussmittel wie Alkohol, Nikotin oder Koffein sowie auf fetthaltige und zuckerhaltige Lebensmittel. Einige Menschen beginnen die Entlastungstage schon 4 Tage vor der Wasserfastenzeit. Die optimale Anzahl an Entlastungstagen bespricht man am besten mit seinem Hausarzt.
Im zweiten Schritt des Wasserfastens beginnt man die Wasserfastenzeit. Am ersten Tag der Wasserfastenzeit entleert man zunächst seinen Darm. Dafür vermengt man beispielsweise 40 Gramm Glaubersalz mit ungefähr ¾ Liter lauwarmem Wasser oder nimmt 1 bis 2 Esslöffel (etwa 15 bis 20 Milliliter) Rizinusöl ein. Alternativ trinkt man Faulbaum- oder Sennestee.
Nach der vollständigen Darmentleerung trinkt man maximal 5 Tage lang jeden Tag 3 Liter Wasser ohne Kohlensäure und nimmt nichts anderes zu sich. Für die optimale Verträglichkeit erwärmt man das Wasser auf etwa 30 °C (lauwarm).
Es ist ratsam, während der Wasserfastenzeit moderate Aktivitäten wie kurze Spaziergänge oder Yoga auszuführen.
Im dritten Schritt legt man nach der Fastenzeit 2 bis 3 Aufbautage ein, damit der Körper wieder an feste Nahrung gewöhnt wird. Am ersten Aufbautag nimmt man 500 bis 1000 Kalorien zu sich. Am zweiten Aufbautag sind es 1000 bis 1200 Kalorien und am dritten Tag 1200 bis 1500.
Bei den Mahlzeiten während der Aufbautage sollte man sich auf vegetarische Schonkost beschränken. Es eignen sich z.B. Müsli mit frischem Obst, Gemüsesuppen und -pfannen, weißer Reis, Joghurt oder Brühe. Auf fett- und zuckerhaltige Mahlzeiten sollte man während der Aufbautage verzichten, um Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Verstimmungen zu vermeiden. Bereiten Sie kleinere Portionen als gewohnt vor und kauen Sie die Lebensmittel bewusst und langsam.
Man sollte als Anfänger maximal 5 Tage wasserfasten, als Fasten-Profi sollte man maximal 2 Wochen wasserfasten. Bei einer Fastenzeit von mehr als 5 Tagen ist das Risiko einer Unterernährung zu groß, wenn der Körper das Wasserfasten nicht gewohnt ist. Außerdem folgt aufgrund der radikalen Abnahme ein Muskelabbau.
Das Wasserfasten von mehr als 5 Tagen ist unbedingt mit ärztlicher Unterstützung durchzuführen, um einem Nährstoffmangel und möglichen Nebenwrikungen wie Herzrhythmusstörungen, Kreislaufprobleme, Nierenschäden, Muskelkrämpfe zu vermeiden. Viele Fasten-Anfänger führen das Wasserfasten nur 1 bis 3 Tage durch.
Wasserfasten ist sinnvoll bei einer Ernährungsumstellung, zur Entgiftung, als Krankheitsminderung, für die Anregung des Energiestoffwechsels und für die Senkung des Blutdrucks.
Die folgende Liste zeigt im Detail, wann Wasserfasten sinnvoll ist.
Schwangere, Stillende, Kinder, Jugendliche und chronsich Erkrankte sollten nicht Wasserfasten, da der mehrtägige Verzicht auf Nahrung für diese Personengruppen gefährlich sein kann. Bei bestimmten Erkrankungen ist das Wasserfasten unbedingt mit dem Hausarzt abzusprechen.
Schwangere und Stillende sollten nicht wasserfasten, da sie genügend Nährstoffe für die gesunde Entwicklung des Babys benötigen. Für Kinder und Jungenliche ist das Wasserfasten nicht geeignet, da sie die Nahrung für ein gesundheitsförderndes Wachstum brauchen. Chronisch erkrankte Menschen sollten auf das Wassefasten verzichten, da unter anderem das Herz, der Darm und die Nieren beim Fasten belastet werden.
Alternativen zum Wasserfasten sind das Heilfasten, das Intervallfasten und das Fastenwandern.
Der folgenden Liste sind Alternativen zum Wasserfasten zu entnehmen.