
Basenfasten ist eine sanfte Form des Fastens, bei der du für einen begrenzten Zeitraum fast ausschließlich basenbildende Lebensmittel isst – also vor allem Gemüse, Obst, Kartoffeln, Kräuter und hochwertige Öle. Auf stark säurebildende Produkte wie Fleisch, Wurst, Käse, Zucker und Alkohol verzichtest du.
In diesem Ratgeber erfährst du, was Basenfasten genau ist, wie es funktioniert und wie du Schritt für Schritt deine eigene Basenfasten-Kur planen kannst.
Beim Basenfasten handelt es sich um eine zeitlich begrenzte Ernährungsumstellung, meist über 7 bis 14 Tage. In dieser Zeit:
Im Unterschied zu strengeren Fastenformen wie dem Heilfasten nach Buchinger nimmst du beim Basenfasten weiterhin feste Nahrung zu dir. Du verzichtest also nicht komplett auf Essen, sondern stellst die Qualität deiner Ernährung um.
Ziel ist es, den Organismus zu entlasten, bewusster zu essen und dir einen Start in eine langfristig gesündere Lebensweise zu ermöglichen.
Unser Körper hält seinen Säure-Basen-Haushalt über verschiedene Mechanismen selbst in einem engen Rahmen. Viele Menschen empfinden ihre gewohnte, oft sehr industrielle Ernährung jedoch als belastend – sie fühlen sich müde, „voll“ oder antriebslos. Hier setzt das Konzept des Basenfastens an.
Die Grundidee:
Mögliche Ziele einer Basenfasten-Kur sind zum Beispiel:
Wichtig: Basenfasten ist kein Ersatz für eine medizinische Behandlung und sollte nicht als Wundermittel verstanden werden, sondern als bewusstes Ernährungsexperiment auf Zeit.
Während deiner Basenfasten-Tage konzentrierst du dich auf basenbildende Lebensmittel – möglichst frisch, unverarbeitet und in Bio-Qualität, wenn es für dich machbar ist.
Typische erlaubte Lebensmittel beim Basenfasten:
Du isst so viel, dass du satt wirst, aber nicht „übervoll“ bist. Kalorien zu zählen ist nicht nötig – entscheidend ist die Auswahl der Lebensmittel.
Damit dein Körper spürbar entlastet wird, reduzierst oder vermeidest du während der Basenfasten-Zeit säurebildende und stark verarbeitete Lebensmittel.
Diese Lebensmittel lässt du in der Kur möglichst weg:
Wenn du nicht ganz darauf verzichten möchtest, kannst du einzelne leicht säurebildende Lebensmittel in kleinen Mengen einbauen – etwa etwas Vollkorngetreide. Für eine klassische Basenfasten-Kur wird aber meist empfohlen, die Kurzeit möglichst konsequent zu gestalten.
Eine Basenfasten-Kur lässt sich gut in drei Phasen einteilen: Vorbereitung, Fastentage und Aufbauphase.
Bereite dich 1 bis 3 Tage vor der eigentlichen Kur vor, indem du:
So vermeidest du heftige Entzugserscheinungen und gewöhnst deinen Körper langsam an die Umstellung.
Während der eigentlichen Kur richtest du deinen Tag nach einem ruhigen, aber klaren Rhythmus aus.
Beispiel für einen Basenfasten-Tag:
• nach dem Aufstehen ein Glas warmes Wasser (ggf. mit etwas Zitrone, wenn du es verträgst)
• Frühstück: Obstsalat, basischer Smoothie oder ein warmes Apfel-Kompott mit Nüssen
• großer Gemüseteller (z. B. Ofengemüse mit Kartoffeln, Gemüsesuppe, Gemüsepfanne)
• frischer Salat mit Kräutern und etwas kalt gepresstem Öl
• Kräutertee, Wasser, ggf. eine kleine Portion Obst oder Gemüsesticks
• leichte Gemüsesuppe oder ein kleiner gemischter Salat
• nichts allzu Rohes oder Schweres, damit der Körper nachts zur Ruhe kommt
Dazu kommen täglich:
Optional kannst du deine Verdauung durch warme Bauchmassagen, einen Wärmflaschen-Abend oder milde natürliche Hilfsmittel unterstützen – immer nur, wenn es sich für dich gut anfühlt.
Nach der Kur ist vor der Kur: In der Aufbauphase gewöhnst du deinen Körper wieder an eine gemischte Ernährung.
Nutze die Aufbauphase bewusst, um deine Essgewohnheiten langfristig in eine gesündere Richtung zu entwickeln.
Basenfasten eignet sich in der Regel für:
Nicht oder nur nach ärztlicher Rücksprache geeignet ist Basenfasten für:
Wenn du unsicher bist, ob Basenfasten zu dir passt, sprich vorab mit deinem Hausarzt oder deiner Hausärztin.
Viele Menschen berichten nach einer Basenfasten-Kur von:
Positiv ist vor allem, dass du für einige Tage sehr viel frisches Gemüse, Obst und ballaststoffreiche Kost zu dir nimmst und stark verarbeitete Lebensmittel reduzierst – das entspricht grundsätzlich einer empfehlenswerten Ernährungsweise.
Wichtiger Hinweis: Basenfasten ersetzt keine medizinische Behandlung. Bei anhaltenden Beschwerden, unklaren Symptomen oder größeren gesundheitlichen Zielen suche bitte immer ärztlichen Rat.
Wer von heute auf morgen Kaffee, Zucker und deftiges Essen streicht, riskiert starke Entzugserscheinungen.
Besser: 2–3 Entlastungstage einplanen und stimulierende Getränke langsam reduzieren.
Basenfasten ist keine Nulldiät. Viele essen aus Angst vor „Fehlern“ zu wenig.
Besser: Drei vollwertige basische Mahlzeiten einplanen, dazu ausreichend Wasser und Kräutertee.
Ein empfindlicher Darm reagiert auf große Rohkostmengen oft mit Blähungen und Bauchweh.
Besser: Einen Teil des Gemüses gegart genießen (Suppen, Ofengemüse) und Rohkost langsam steigern.
Eine Basenfasten-Kur an stressigen Arbeitstagen ohne Pausen kostet viel Kraft.
Besser: Einen Zeitraum wählen, in dem du Spaziergänge, Ruhephasen und ausreichend Schlaf einplanen kannst.
Wer nur „schnell abnehmen“ will, fällt oft nach der Kur in alte Muster zurück.
Besser: Die Kur als Startpunkt für langfristig gesündere Gewohnheiten sehen – nicht als kurzfristige Wunderlösung.
Ein schweres, fettiges Essen direkt nach dem Basenfasten überfordert Verdauung und Kreislauf.
Besser: Die Aufbauphase ernst nehmen und neue, leichtere Lieblingsgerichte finden.
Basenfasten lässt sich wunderbar mit Bewegung in der Natur kombinieren. Wenn du dir eine Auszeit auf der Schwäbischen Alb gönnst, kannst du die Idee des Basenfastens mit Fastenwandern verbinden: viel frische Luft, tägliche Wanderungen, Ruhe und Achtsamkeit.
Im Gästehaus Juhl erwarten dich:
Wenn du Basenfasten und Fastenwandern kombinieren möchtest, beraten wir dich gern, welche Form für dich geeignet ist. Schau dir unsere Termine und Angebote an oder nimm direkt Kontakt mit uns auf – wir freuen uns darauf, dich bei deiner Auszeit auf der Alb zu begleiten.
Viele Menschen wählen 7 Tage (inklusive Entlastungs- und Aufbautage), andere planen 10 bis 14 Tage ein. Für den Einstieg reicht oft schon eine kürzere Kur, um erste Effekte zu spüren. Wichtig ist, dass sich die Dauer für dich gut im Alltag integrieren lässt.
Wenn du gesund bist, kannst du in der Regel ein- bis zweimal im Jahr eine Basenfasten-Kur einplanen – etwa im Frühling und im Herbst. Kürzere „Basenwochen“ zwischendurch sind ebenfalls möglich. Bei bestehenden Erkrankungen oder Unsicherheiten sprich bitte vorher mit deinem Arzt oder deiner Ärztin.
Viele Menschen verlieren während der Kur etwas Gewicht, weil sie insgesamt weniger Kalorien und kaum stark verarbeitete Lebensmittel zu sich nehmen. Basenfasten sollte jedoch nicht als reine Diät verstanden werden, sondern als bewusste Auszeit mit Fokus auf gesunde Ernährung und Wohlbefinden.
Klassisches Basenfasten verzichtet auf Kaffee, Schwarz- und Grüntee sowie auf energiereiche Softdrinks. Wenn dir der völlige Verzicht schwerfällt, kannst du den Konsum bereits vor der Kur Schritt für Schritt reduzieren – so sind Kopfschmerzen und Müdigkeit meist weniger stark.
Ja, viele Menschen kombinieren Basenfasten mit ihrem Arbeitsalltag. Es hilft, die Kur in eine etwas ruhigere Phase zu legen und ausreichend Pausen, Bewegung und Schlaf einzuplanen. Wenn dein Job körperlich sehr anstrengend ist, solltest du die Kur eventuell in den Urlaub verlegen.
Beim Heilfasten nach Buchinger nimmst du hauptsächlich Flüssigkeiten wie Brühen, Säfte und Tee zu dir und reduzierst die Kalorienmenge deutlich. Beim Basenfasten isst du dagegen weiterhin feste Kost – vor allem Gemüse, Obst und Kartoffeln – und verzichtest nur auf säurebildende Produkte. Basenfasten wird deshalb als sanftere Variante erlebt.
Wenn du regelmäßig Medikamente einnimmst oder chronische Erkrankungen hast, solltest du Basenfasten nur nach Rücksprache mit deinem Arzt bzw. deiner Ärztin durchführen. In manchen Fällen sind Anpassungen nötig – etwa bei Medikamenten, die zum Essen eingenommen werden müssen oder den Flüssigkeitshaushalt beeinflussen.
Wenn du Basenfasten mit Wandern, Natur und einer Auszeit vom Alltag verbinden möchtest, bist du im Gästehaus Juhl willkommen. Informiere dich über unsere Fastenwanderangebote oder schreibe uns eine Nachricht – wir unterstützen dich gern bei der Planung deiner persönlichen Fasten-Auszeit.
Hier die Anleitung zum Download: Was ist Basenfasten? – Definition und Anleitung
