Welche Fastenkur passt zu mir? (Varianten im Überblick)
Intervallfasten (intermittierende Fastenkur)
Heilfasten (z. B. nach Buchinger)
Studienhinweis (Einordnung):
Für klinisch betreutes Buchinger-Fasten liegt u. a. eine große Beobachtungsstudie (n=1.422) vor, die gute Verträglichkeit im Setting berichtet sowie Veränderungen bei Risikomarkern und Wohlbefinden; aufgrund des beobachtenden Designs sind Ursache-Wirkungs-Aussagen eingeschränkt.
Ein Review fasst die Fastentherapie-Literatur zusammen und betont die Heterogenität der Studienlage sowie weiteren Forschungsbedarf.
PLOS ONE (2019) DOI: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0209353
PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30601864/
Michalsen & Li (2013) PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24434759/
(Verlagsseite): https://karger.com/fok/article/20/6/444/356661/
Wasserfasten
Scheinfasten
Basenfasten
Fastenwandern als Fastenkur mit Bewegung
Fastenkur Ablauf – Schritt für Schritt
Schritt 1 – Ziel und Dauer festlegen
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Wählen Sie eine Dauer, die zu Alltag, Erfahrung und Gesundheit passt. Mehrtägige Kuren brauchen mehr Ruhe und Planung.
Schritt 2 – Plan wählen (nicht improvisieren)
Schritt 3 – Vorbereitung (1–2 Entlastungstage)
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Leichte Kost, weniger Zucker/Alkohol, Koffein ggf. reduzieren
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Trinken priorisieren, früh schlafen
Schritt 4 – Darmentleerung (optional)
Schritt 5 – Durchführung (Tagesstruktur)
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Trinken als Basis (Wasser/ungesüßter Tee)
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Bewegung moderat (Spaziergang/Wanderung je nach Kur)
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Regeneration priorisieren (Pausen, Wärme, Schlaf)
Schritt 6 – Fastenbrechen (Wiedereinstieg)
Risiken, Nebenwirkungen & Warnsignale
Häufige, eher milde Effekte (v. a. zu Beginn)
• Müdigkeit, leichte Kopfschmerzen, Kälteempfinden
• Kreislaufsensibilität, geringere Leistungsfähigkeit
Warnsignale (abbrechen und medizinisch klären)
• Starker Schwindel/Ohnmacht, anhaltendes Herzrasen
• Verwirrtheit, starke Schwäche, anhaltendes Erbrechen
• Deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustands
Nur ärztlich begleitet (typische Fälle)
• Schwangerschaft/Stillzeit, Untergewicht, Essstörungen
• Schwere Herz-/Nieren-/Stoffwechselerkrankungen
• Relevante Medikation (z. B. Diabetes/Blutdruck/Antikoagulanzien)
FAQ
Was versteht man unter einer Fastenkur?
Eine Fastenkur ist ein geplantes Programm aus Vorbereitung, Fastenphase und Fastenbrechen – mit klaren Regeln und definiertem Ziel.
Wie lange sollte eine Fastenkur dauern?
Das hängt von Ziel und Fastenform ab. Viele starten sanft (Intervallfasten/Basenfasten). Mehrtägige Kuren sollten planvoll und mit Regeneration umgesetzt werden.
Welche Fastenkur ist für Anfänger geeignet?
Häufig Intervallfasten oder Basenfasten. Einstieg: /intervallfasten/ und /basenfasten/.
Muss ich bei einer Fastenkur Glaubersalz nehmen?
Nein. Darmentleerung ist optional.
Darf ich während einer Fastenkur Sport machen?
Moderate Bewegung ist oft sinnvoll, aber Intensität sollte zur Fastenform passen. Beim Fastenwandern wird das gezielt moderat umgesetzt.
Was darf man während einer Fastenkur trinken?
Meist Wasser und ungesüßter Tee. Je nach Kur können klare Regeln für Brühe/Saft gelten (planabhängig).
Heilfasten oder Wasserfasten – was ist der Unterschied?
Wasserfasten ist sehr strikt (kalorienfrei). Heilfasten ist meist strukturiert (z. B. nach Buchinger) und plant den Wiedereinstieg eng mit ein.
Wie bricht man eine Fastenkur richtig?
Langsam, leicht, kleine Portionen – nach Plan.
Kann ich eine Fastenkur zu Hause machen?
Ja, insbesondere Intervallfasten, Basenfasten oder Scheinfasten. Bei strengen mehrtägigen Kuren ist ein sicherer Rahmen wichtig.
Wann sollte ich eine Fastenkur abbrechen?
Bei starken Warnsignalen wie Ohnmacht, anhaltendem Herzrasen, Verwirrtheit oder deutlicher Verschlechterung – dann medizinisch klären.
Sie möchten eine strukturierte Fastenkur als Auszeit in der Natur?